KRAMPUS
Fotografie

Hinweis: Die Galerie ist zurzeit geschlossen. Am 18. März 2025 eröffnen wir die Galerie erneut.
KRAMPUS Maske
Hinweis: Die Galerie ist zurzeit geschlossen. Am 18. März 2025 eröffnen wir die Galerie erneut.

Kurt Tong

KRAMPUS

Auf Einladung der Reihe INN SITU machte sich Kurt Tong auf nach Tirol – von Hongkong nach Innsbruck, hinein in die Täler, zu Bergdörfern und abgelegenen Weilern. Inspiriert von Filmen wie »Krampus: The Christmas Devil« (2013) oder »A Christmas Horror Story« (2015) stößt der chinesische Künstler in dieser für ihn fremden zentraleuropäischen Kulturlandschaft mit ihren seit Jahrhunderten lebendigen Winterbräuchen auf eine komplexe Schreckensgestalt.

In Asien geboren, in England aufgewachsen, beschäftigt sich Kurt Tong mit Zugehörigkeit und kollektiver Identität. Folklore, Totenkulte, Rituale, die Jenseits und Diesseits verbinden, sind die zentralen Themen seiner Arbeit. Sein Werk bewegt sich dabei zwischen Fiktion und Dokument, Inszenierung und penibler historischer Recherche. Klassische Fotografie wird ergänzt mit recherchiertem Bildmaterial, Postkarten stehen neben Bildern aus privaten Fotoalben, Zeitungsseiten werden kombiniert mit Studioaufnahmen. Die Grenzen von Sachinformation und Erfindung verschwimmen. Protokoll und Anekdote, Tatsachenbericht und Fantasygeschichte überlagern sich zugunsten einer komplexeren Erzählung der Wirklichkeit. Der Tiroler Nutzwald wird zur Kulisse eines Horrorfilms.

Krampus und Nikolaus – ein alpines Yin und Yang

Die Substanz dieser Gestalt hat in Tuifl, Perchten, Klaubauf und eben Krampus vielfältige Ausprägungen. Aber meist repräsentiert sie das Dunkle, Unheimliche, Unkontrollierbare, eingehegt vom hellen, guten, heiligen Nikolaus. Diese Gleichzeitigkeit behandelt der asiatische Künstler wie ein alpines Yin und Yang, die universelle Bedingtheit von Gut und Böse. Er verbindet Wissen mit Ahnung, Fakten mit dem Unbeschreiblichen. Wir bewegen uns durch ein Archiv an Erinnerungen, durch eine vertraute Landschaft, die sich in den Schauplatz des Mysteriums verwandelt. Dabei bleibt Kurt Tongs Krampus abwesend und doch allgegenwärtig.

Kurt Tong

studierte am London College of Communication. Sein Buch »Combing for Ice and Jade« gehörte für Time, El País und Esquire zu den besten Fotobüchern des Jahres 2019. Er ist
Träger des Prix Elysée 2021, einer der höchstdotierten Auszeichnungen für Fotografie in Europa. Seine Arbeit im Rahmen der Reihe INN SITU ist die erste Einzelausstellung des Künstlers im deutschsprachigen Raum. Kurt Tong lebt und arbeitet in Hongkong.

©BTV_Andreas Moser

KRAMPUS
Musik

Trio Colores
©TrioColores_ClaraEvents

Wie immer bei INN SITU, das eigens entwickelte Konzertformat in Resonanz auf die Ausstellung: TrioColores reagiert auf die Bilder der Ausstellung mit der ganzen Bandbreite seines Instrumentariums. Vom melodischen Zusammenspiel von Marimba und Vibraphon bis zu den changierenden Klangmustern der archaischen »Music for Pieces of Wood«. Wir hören den unheimlichen Glockenschlag um Mitternacht, sehen die Toten tanzen und genießen Samuel Barbers süße Melancholie. Soundtrack zu Kurt Tongs KRAMPUS, dargeboten von drei Meistern der Perkussion.

TrioColores

TrioColores besteht aus dem Vorarlberger Matthias Kessler, Solopauker der Symphoniker Hamburg, Luca Staffelbach und Fabian Ziegler. Mit neuen Bearbeitungen klassischer Musik etabliert das Ensemble Schlagwerk gekonnt im klassischen Konzertbetrieb. So konnte es 2019 den renommierten Schweizer Kammermusikwettbewerb des Migros-Kulturprozent gewinnen. Das Trio war Preisträger beim »Internationalen Anton Rubinstein Wettbewerb« und der »Berliner International Music Competition«. Im Jahr 2022 hatte das Ensemble seine erste Südkorea-Tournee mit sechs Konzerten. 2024 folgen weitere Tourneen in den USA und Südkorea.

©TrioColores_ClaraEvents
©TrioColores_ClaraEvents

 

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