ABOVE THE RIVER AND UNDER THE SKY
Fotografie

ABOVE THE RIVER AND UNDER THE SKY
Maciej Markowicz
Die Ausstellung 15. April – 18. Juli 2026
Die Eröffnung. Dienstag, 14. April, 19 Uhr im BTV Stadtforum
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.

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©Maciej Markowitz
ABOVE THE RIVER AND UNDER THE SKY
Maciej Markowicz
Die Ausstellung 15. April – 18. Juli 2026
Die Eröffnung. Dienstag, 14. April, 19 Uhr im BTV Stadtforum
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.

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Maciej Markowicz
ABOVE THE RIVER AND UNDER THE SKY

2026 jährt sich die Erfindung der Fotografie zum 200. Mal. Zu diesem Jubiläum zeigt INN SITU einen Künstler, dessen Praxis mit den Anfängen des fotografischen Verfahrens tief verbunden ist. Maciej Markowicz arbeitet mit einer Camera obscura, deren Prinzip bereits Aristoteles im 4. Jahrhundert vor Christus erkannte. 1826 gelang es dann Joseph Nicéphore Niépce, damit die erste bekannte Fotografie zu erzeugen. Die Camera obscura ist ein dunkler Raum, in den das Licht über ein Loch oder eine Linse einfällt. Bei Markowicz befindet sich dieser Raum jedoch in einem Schiff oder in einem Auto. Er hat diese beiden Vehikel jeweils in eine Kamera verwandelt, die sich bewegt, während er seine Motive fotografiert. Acht Sekunden lang lässt sein Objektiv Licht in die Kammer – Licht, das acht Minuten brauchte, um von der Sonne zur Erde zu gelangen. Es fällt auf große Bögen aus chromogenem Fotopapier. Das Ergebnis sind direkt belichtete Farbnegative. Jede seiner Arbeiten ist ein handgefertigtes, nicht duplizierbares Einzelstück. Fotografie in der Nachbarschaft von Malerei, Skulptur und Performance.

Im Rahmen seiner Auseinandersetzung mit der Region entstanden Arbeiten zu alpinen Fließgewässern wie Inn, Lech oder dem jungen Rhein. Fotografiert von Brücken in Tirol und Vorarlberg, die meist unsichtbar bleiben, da die Bewegung der Kamera alles Nahe unscharf werden lässt. Ergänzt werden die Landschaftsaufnahmen von Porträts, die der Künstler im öffentlichen Raum in Innsbruck aufgenommen hat.

Über dem Fluss und unter dem Himmel, in der räumlichen und zeitlichen Schwebe menschlicher Existenz.

Maciej Markowicz (* 1981 in Nowy Sącz, Polen)

©Norbert Steinke

Seine Arbeiten wurden unter anderem in der Tate Modern in London ausgestellt, im Polnischen Institut Berlin oder in der Anne Clergue Galerie in Arles. Seine Werke befinden sich in Sammlungen wie dem Musée français de la Photographie und der Kunstsammlung des Deutschen Bundestags. Diverse Veröffentlichungen u. a. in L’OEil de la Photographie oder im British Journal of Photography. 2017 erhielt er ein Stipendium des Goethe-Instituts und des deutschen Auswärtigen Amtes für eine einjährige Europa-Tour mit dem Cameraobscura- Boot. Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin. »Above the river and under the sky« ist seine erste Einzelausstellung in Österreich.

 

©Maciej Markowitz
©Maciej Markowitz
©Maciej Markowitz
©Maciej Markowitz
©Maciej Markowitz

ABOVE THE RIVER AND UNDER THE SKY
Musik

ABOVE THE RIVER AND UNDER THE SKY
Maciej Markowicz
Das Konzert. Mittwoch, 15. April, 19 Uhr im BTV Stadtforum
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.

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Maciej Markowicz
Das Konzert. Mittwoch, 15. April, 19 Uhr im BTV Stadtforum
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Trio Peter Madsen (Piano), Adrian Mears (Posaune / Didgeridoo), Claudio Spieler (Percussion)

Wie immer bei INN SITU, das eigens entwickelte Konzertformat in Resonanz auf die Ausstellung: Diesen Schwerpunkt gestaltet der viele Jahre in Vorarlberg wirkende und lehrende Pianist Peter Madsen.

Peter Madsen

Der heute in Toronto lebende Pianist gehört zu den einflussreichsten Musikerpersönlichkeiten in Vorarlberg. Er unterrichtete etwa 20 Jahre am Jazzseminar Dornbirn. Sein heute bekanntester Schüler ist David Helbock. In
Vorarlberg gründete er das Collective of Improvising Artists (CIA) und entwickelte Serien wie etwa seine Live-Stummfilm-Soundtracks. Peter tourte und tourt durch die ganze Welt, u. a. mit Stan Getz, Mario Pavone oder Kiyoto Fujiwara. Er hat bereits über 140 Alben veröffentlicht und mehr als 500 Kompositionen geschrieben.

Für dieses Projekt entwickelte der aus New York stammende Musiker ein besonderes Format: Ausgewählte Bilder der Ausstellung werden in den Konzertsaal projiziert. Jeder der drei Musiker spielt zu zwei Aufnahmen jeweils ein Solo, auf das die anderen beiden mit Improvisationen reagieren. Dabei geben die beiden zentralen Elemente der Arbeiten von Maciej Markowicz die musikalische Auseinandersetzung vor: die Brücke als Standpunkt, das Wasser in kontinuierlichem Fluss.

Adrian Mears

Er wurde als bester australischer Posaunist und seine Band als beste australische Jazzgruppe ausgezeichnet. Er komponiert für diverse Jazzensembles, klassisches Blechbläser-Ensemble, Kammerorchester und Chöre sowie für Dokumentarfilme. Adrian arbeitete mit Legenden wie McCoy Tyner, Klaus Doldinger, Kenny Wheeler, Carla Bley oder Steve Swallow zusammen. Von 2000 bis 2009 war er Mitglied des Vienna Art Orchestra. Neben Konzertauftritten mit dem Adrian Mears Electric Trio ist er Professor am Jazzcampus Basel.

Claudio Spieler

©Salar Baygan

Er studierte klassisches Schlagwerk in Österreich, von 2004 bis 2012 war er Meisterschüler von Hakim Ludin. Heute reicht Claudios stilistische Vielfalt von südindischer Musik und Flamenco bis hin zu afrokubanischer Musik, Jazz, Pop und isländischem Folk. Mit seinen aktuellen Formationen wie etwa Austrian Syndicate, Tevana oder Groovetrotters spielt er Konzerte und Tourneen auf internationalen Bühnen, u. a. beim Reykjavik Jazz Festival, bei der Flamenco Biënnale Nederland, beim Schleswig-Holstein Musik Festival oder im Wiener Konzerthaus.

ABOVE THE RIVER AND UNDER THE SKY
Dialog

ABOVE THE RIVER AND UNDER THE SKY
Maciej Markowicz
Der Dialog. Donnerstag, 16. April, 19 Uhr im BTV Stadtforum
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.


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Maciej Markowicz
Der Dialog. Donnerstag, 16. April, 19 Uhr im BTV Stadtforum
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.


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Jam-Session für Kajakfahrerin, Journalist, Kunsthistorikerin und Jazztrio

Die Sprecher*innen suchen sich jeweils ein Bild aus der Ausstellung aus und tauschen sich darüber vor und mit dem Publikum aus. Ein freier Dialog mit Musik zwischen unterschiedlichen Sichtweisen, inspiriert vom Werk von Maciej Markowicz.

Marieke Vogt

©Cat Ekkelboom-White

In ihrer Kindheit fährt Marieke Kajak. Sie kam 2011 für ihr Meteorologiestudium nach Innsbruck, arbeitete viele Jahre in der Kajakschule Source to Sea in Natters, ist Mitgründerin von WET und seit über 10 Jahren im Gewässerschutz aktiv. »WET – Wildwasser erhalten Tirol« setzt sich seit 2015 für den Erhalt der Flüsse und Bäche Tirols ein. Der Verein wurde von Kajakfahrer*innen gegründet und ist inzwischen eine anerkannte Umweltorganisation.

Candice M. Hamelin

©Ulrich Wüst

Candice M. Hamelin ist eine in Berlin lebende Kunsthistorikerin und Kuratorin, deren Arbeitsschwerpunkt auf der Fotografie und ihrer Geschichte liegt. Als künstlerische Leiterin der Stiftung Reinbeckhallen Sammlung für Gegenwartskunst verantwortet sie die Ausstellungen, Publikationen und die Sammlungsentwicklung der Institution. Sie ist die Autorin des Essays über Maciej Markowiczs Arbeit im Katalog zur Ausstellung.

Florian Gasser

©David Payer

Er wuchs im Innsbrucker Stadtteil Pradl auf, studierte an der Universität Innsbruck Politikwissenschaft sowie an der Universität Perugia Geschichte. Seit dem Studium ist er journalistisch tätig. Er leitet die Österreich- Seiten der Wochenzeitung DIE ZEIT in Wien und ist einer der Moderatoren des Podcasts »Servus. Grüezi. Hallo.«.

Diese Formation wurde von Peter Madsen eigens für dieses Projekt zusammengestellt. Die drei Musiker sind renommierte Meister, die international unterrichten und auftreten. Jeder der drei antwortet mit einem Solo auf die unterschiedlichen Perspektiven des Dialogs. Das Schluss- Stück musizieren sie gemeinsam.

Über INN SITU